ad Transphober Übergriff . trans*widerstand

Liebe Alle,

vielleicht habt ihr davon gehört, vielleicht nicht – hier nochmal offiziell: Heute gab es auf der

Trans*Tagung am Franz Mehring Platz 1 einen transphoben Übergriff. So viel wir wissen geht es hier um einen gezielten Angriff, mithin transphobe Gewalt, die nicht durch Alkohol, schlechte Laune oder sonst irgendwelchen Unsinn zustande gekommen wäre, sondern durch Hass. Jede moralische Verurteilung ist daher überflüssig. Diese Leute verdienen nur unsere Missachtung.

Was ist zu tun? Wir empfehlen zuallererst: Lasst euch nicht einschüchtern. Wir können Hass und transphober Kackscheiße nicht unsere Räume und unsere Gedankenkraft überlassen.

Zweitens: Achtet eure eigene Bedürfnisse und organisiert euch miteinander, füreinander; organisiert euch selbst. Mit Chance können wir euch zu diesem Zweck miteinander in Kontakt setzen – wenn ihr Redebedarf habt findet ihr uns in jedem Falle via Safer*Phone (siehe unten). Wichtig wichtig:

Wobei fühlt ihr euch wohl? Wobei unwohl? Wo braucht ihr Support. Wo nicht? Ruft einander an, kommt mit Chance gemeinsam zur Tagung, flucht miteinander, seid traurig miteinander, hört zu, bleibt cool. Aber: Keine Panik, wir sind stark!

Wir freuen uns trotzdem, euch am Franz Mehring Platz 1 (wieder) zu sehen,

Eure,

Trans*Tagungs*Orga.

Einladung zum Open Space

Der Open Space Ein-/Ausschlüsse zur Debatte um die Einladungspolitik des Orgateams der Trans*Tagung 2013 findet am 05.10.2013 um 18 Uhr  am Franz-Mehring-Platz 1 im großen Saal (1.OG) statt. Für die Moderation konnten wir Pasquale Rotter gewinnen. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch!

Statement zur Einladungspolitik

Liebe alle,

in unserem Call vom August diesen Jahres hatten wir nicht nur explizit Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen und/oder Migrationserfahrungen gebeten, Workshops einzureichen; wir hatten uns auch bereits einmal zu Dominanzstrukturen im Orga-Team geäußert und ein Folgepapier angekündigt. Letzteres soll jetzt folgen:

Die Orga-Gruppe der Trans*Tagung 2013 besteht in diesem Jahr ausschließlich aus weißen Menschen. Dies knüpft an 15 Jahre weiß-dominierter Orga-Gruppen an. Die meisten von uns organisieren die Tagung zum ersten Mal. Unser Anliegen war von Anfang an, dass wir die bisher herrschenden weißen Strukturen verändern wollten. Wir haben einige Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen und/oder Migrationserfahrungen privat und einige PoC-Gruppen zum Mitmachen im Team eingeladen. Leider ist dieser Öffnungsversuch gescheitert.
Warum?

1. Die Orga-Gruppe existierte (wenn auch nur kurz) bereits vor dem Outreach als weiße Gruppe und es war bekannt, dass diese Gruppe aller Voraussicht nach weiß sein würde.
Wir können es nachvollziehen, dass Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen und/oder Migrationserfahrungen kein Interesse haben, in einer weißen Gruppe mitzumachen, die auf einer Tradition von weiß-dominierten Gruppen basiert. Uns ist klar, dass es ein Problem ist, wenn ein Projekt wie die Trans*Tagung als weißes Projekt schon besteht und Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen und/oder Migrationserfahrungen erst nachträglich zum Mitmachen eingeladen werden. Wir haben diese Problematik lange und ausführlich im Team diskutiert. Der Outreach-Versuch (zumeist via Email) hätte die Tagung neu und zugänglicher gestalten sollen. Aber er war nicht ausreichend.
2. Die Orga-Gruppe bestand und besteht zu einem großen Teil aus Menschen, die nicht entsprechend vernetzt sind und waren, um über persönliche Kontakte ausreichend direkte Angebote überhaupt machen zu können, beziehungsweise diesen Angeboten ausreichend Sicherheit und Glaubhaftigkeit zu verleihen. Hier zeigt sich die weiße Dominanz konkret: Es ist nicht nur so, dass zufällig niemand da war; es ist auch so, dass wir aufgrund unserer Positionierung entsprechende Menschen schlicht nicht ausreichend kennen, wir nicht ausreichend Vertrauen im Vorfeld aufgebaut haben. Tiefgreifendere Veränderungen der Orgastrukturen, viel mehr Arbeit und Vernetzung sind notwendig und vielleicht brauchen wir überhaupt eine ganz neue Trans*Tagung, die die bestehenden Rahmenbedingungen durchbricht und neu aufbaut.

Für die Tagung war uns wichtig, auf die Kritiken der letzten Tagung*en, sowie diesjährige Kritiken an „der queeren Szene“ reagieren: Das betrifft insbesondere die Inklusion von Femme-Identitäten, sowie die Inklusion von (trans*)Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen. Als Motto haben wir etwas gewählt, was die Femme-Thematik aufgreift (Trans*, schön Fem(me)inistisch!). Im Call for Workshops wurden beide Themen ausdrückliche adressiert: wir haben die explizite Bitte geäußert, dass Workshops von und für Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen eingereicht werden und haben uns darum bemüht, dass es z.B. einen critical whiteness Workshop geben wird. Außerdem wurden mehrere Menschen direkt angefragt, bzw. der Call Menschen zugesandt, von denen wir hofften, sie wären zu einem Workshop bereit. Aus fehlender Vernetzung heraus einerseits, wegen fehlendes Mutes zur direkten Anfrage und Angst vor Ablehnung andererseits, blieben diese Versuche weitestgehend fruchtlos.

Auf der Tagung wird es Raum geben, sich mit oder ohne uns über unsere Inklusionsversuche auszutauschen. Zudem wird es einen Open Space für (trans*)Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen geben. Weitere Open Spaces können mit entsprechenden Themen gefüllt werden.

Wir sind offen für und bitten um Anregungen, Rückmeldungen und Kritik.

Stellungnahme zur diesjährigen Einladungspolitik

Liebe Alle,

mit dieser Stellungnahme möchten wir als Trans*Tagungs-Orgateam auf die Kritik an unserer diesjährigen Einladungspolitik reagieren.

Um weiteren Raum für eine konstruktive Auseinandersetzung zu schaffen, laden wir außerdem zu einem Open Space auf der Tagung ein. Dort wollen wir die Gründe für den Ausschluss von Polizist*innen, die Kritik daran und vor allem Alternativen diskutieren.

Wir bedanken uns für die konstruktiven Beiträge in der bisherigen Diskussion. Weiterlesen

Die Partys zur Tagung

 

Freitag 4.10. Sexparty in der Ajpnia in Schöneberg. Beginn 20 Uhr. Eintritt 3-5 €

Samstag 5.10. Wigstöckel – Transgender United im SO36. Einlass 20 Uhr.

 

 

Tranz!*!Tranz*Tra!nz 20.9.2013

Liebe alle! / dear all!
We proudly present: Tranz!*!Tranz*Tra!nz / soliparty for transtagung.de / 20.9.2013 @ Marie-Antoinette, Holzmarktstr. 15-18

Zur Unterstützung, Einstimmung auf und Bekanntmachung der diesjährigen Trans*tagung laden wir zum TranZen, TrinKen, FeiErn // In support of, tuning for and spreading of Trans*Tagung, we cordially invite YOU to dance, drink and/or party! // Es gibt auch noch Platz für Kunstquatsch (Ideen per Mail an uns) // more artsy nonsense still appreciated (send an email) //

UND: wir suchend DRiNGEND noch Mensch*innen fürs awareness-team, gern auch in schichten – / AND: we are desperately searching for people to join the awareness-team – for a few hours for example / bitte schreibt uns / please send a message / kisses / küsse Weiterlesen

Einladung zur Berliner Trans*Tagung 2013

liebe trans*menschen, trans*leute, trans*idente jeden Alters

liebe trans*frauen, femmes, *männer, dykes und tunten

liebe transvestiten, schwarze trans*, trans*of*color, qt-pocs

liebe alle-die-hier-nicht-auftauchen

liebe angehörige…

 

Wir laden euch ganz herzlich ein zur Berliner Trans*Tagung 2013 unter dem Motto

trans*, schön fem(me)inistisch!“

vom 03.-06. Oktober.

 

Dies ist die 16. Berliner Trans*Tagung und es hat sich viel verändert. Nicht nur die Anzahl der Plätze ist höher als beim letzten mal, wir sind auch ein komplett neues Orgateam. Wir finden es wichtig, dass deutlich zu machen, weil wir uns von einigen alten Politiken und Strukturen vergangener Trans*Tagungen lösen möchten. Wir beginnen am Donnerstag um 11 Uhr mit einem Brunch in den Räumen von TriQ in der Glogauerstr. 19, 10999 Berlin.

Ab 14 Uhr ziehen wir in die Räume vom Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, direkt am Ostbahnhof, wo die Tagung bis einschließlich Sonntag stattfinden wird. Alle Räume – sowohl in der Glogauerstr. als auch am Franz-Mehring-Platz sind barrierearm und mit Rolli befahrbar. Es gibt Aufzüge und rolli-gerechte Toiletten. Am Franz-Mehring-Platz gibt es am Haupteingang eine Rampe mit Klingel für ein*e Pförtner*in, die*der jederzeit die Tür öffnet.

Eine wichtige Neuerung ist der ‘Safer Space’, den wir dieses Jahr anbieten werden. Das heißt, es wird einen Raum geben, in den sich Menschen zurückziehen können und zu festen Zeiten Ansprechpersonen finden. Zum ersten mal öffnet sich die Tagung auch für die aktive Teilnahme von Kindern und Jugendlichen. Im Programm gibt es Workshops, zu denen Kinder und Jugendliche herzlich eingeladen sind. Außerdem gibt es ein Theaterstück für Kinder ab 2 Jahren. Wie auch im letzten Jahr wird eine Kinderbetreuung angeboten.  Weiterlesen